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I live on an island, one that doesn’t feel like an island, and I have visited many islands. Some are really huge, like Australia and some are really tiny, like the Ile St Louis on the Seine in Paris. But one of the most extraordinary islands I have ever been to was West Berlin in 1989.
OK, granted that it was not an island in the sense that it was surrounded by water, but it had an amazing feeling of isolation being sequestered by an enemy land that was once its own. The mood in Berlin in 1989 was intense to say the least. It was a bustling capitalist city full of youthful eccentric energy contained within a set of dual concentric walls that embodied suspicion, hatred, and hostility.
What was even more peculiar was the permitted one day journey to East Berlin. It was like a fairy tale, where once you crossed Checkpoint Charlie you ended up in this other exotic repressive world. The language was the same, but the atmosphere was almost lunar. It was November and one could still hear the hammering on the wall from the other side. At one point I stood on a street whose name I don’t remember, maybe Prenzlauer Allee, and when I looked at a map, I was only a few hundred feet from where my suitcase was in Kreuzberg on the OTHER SIDE.
The wall had other effects as well. It wasn’t just physical and/or psychological separation, but it seemed to divide the air between the two cities. They smelled and felt different. As much as it kept the waves of “freedom” from wafting east, it also kept the fumes from the Trabants from mingling with those of the Mercedes’, the VW’s, and the Audi’s of the West. Or maybe it was psychological indeed.
East Berlin, GDR - November 1989
(written February 2006)
Deutsch
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Ich lebe auf einer Insel, die sich nicht nach Insel anfühlt und ich habe viele Inseln besucht. Manche sind riesig, wie Australien, andere sind winzig, wie die Ile St Louis in der Seine in Paris. Aber eine der außergewöhnlichsten Inseln, die ich je erlebte, war West Berlin 1989.
Okay, zugegeben, das war keine Insel in dem Sinne, dass es von Wasser umgeben war, aber dort herrschte ein beeindruckendes Gefühl von Isolation, abgesondert von einem feindlichen Land, zu dem es einmal gehört hatte. Zu sagen, dass die Stimmung in Berlin 1989 intensiv war, ist eine Untertreibung. Es war eine lebendige kapitalistische Stadt, voll von junger, exzentrischer Energie innerhalb von Mauern, die Misstrauen, Hass und Feindseligkeit verkörperten.
Noch erstaunlicher war die erlaubte Ein-Tages-Reise nach Ostberlin. Es war wie ein Märchen, in dem Du, sobald Du Checkpoint Charlie passiert hattest, in dieser anderen, exotischen, unterdrückten Welt landetest. Die Sprache war dieselbe, aber die Atmosphäre war fast wie auf dem Mond. Es war November und man konnte noch hören, wie auf der anderen Seite an der Mauer gehämmert wurde. Irgendwann stand ich in einer Straße, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnere, vielleicht Prenzlauer Allee, und als ich auf einen Stadtplan schaute, war ich nur wenige hundert Meter von meinem Koffer entfernt, der in Kreuzberg war, auf der ANDEREN SEITE.
Die Mauer hatte auch andere Auswirkungen. Es war nicht nur eine physische und/oder psychologische Trennung, sondern es schien auch die Luft zwischen den beiden Städten zu teilen. Sie rochen unterschiedlich und fühlten sich auch so an. So sehr es die Wellen der „Freiheit“ davon abhielt, gen Osten zu ziehen, hielt es auch die Abgase der Trabanten davon ab, sich mit denen der Mercedes, VWs und Audis des Westens zu vermischen. Oder vielleicht war das wirklich psychologisch.
Ost Berlin, DDR - 11.1989
