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I love what flash does to photographs. In most professional photography, every possible effort is made to conceal the effects of flash. For years, I also hated when flash reflected back into the camera from some shiny surface, or on the faces of people. Then, one day, I started experimenting with making photographs of things I didn’t like, such as cars in certain urban scenes which might have looked better without the cars, or compositions in shop windows using flash through the glass.
I also wasn’t fond of photographs that were out of focus, and I am still not fond of those that I wished were in focus. Some out of focus images often work in the right context, and when combined with overexposure caused by flash, then the effect can truly be “photo-poetic”.
It can remove the subject from the surroundings, propelling him forward, as if he were cut out and collaged onto the photograph. Sometimes it can make him more important, and other times render him ghostly white, almost too bright to look at.
I have known Michael for almost twenty-eight years now. He was merely a young teenager at that time. I wasn’t that much older, and fell in love with him immediately. We never had a serious relationship, at least not the one I had wished for, but we have been eternal friends, and I do see him occasionally when he comes to visit New York.
Another effect of photography, is the warping of time when the photographer describes the contents of an image that he has taken a long time ago. If I were to show a photograph of Michael when he was seventeen while telling someone that I fell in love with him when he was seventeen, that person often associates the seventeen year old with me now, at the age of forty-eight, and they might think of me as a dirty old man.
This is also the case of a parent who is no longer alive. Which image does one have of their father when he’s no longer here? Is it the image from a favorite photograph? Or the last image we have of him alive, or even one of him laying in a casket at the funeral home?
Michael has often been compared to Robert Redford, and more recently to Brad Pitt, particularly in this photo. But he is more beautiful than either, because I know him and I know how wonderful he is.
San Diego, California – February 1994
(written January 2006)
Deutsch
43-940200-06-49-USA
Ich liebe, was der Blitz mit Fotos macht. Meistens betreibt man in professioneller Fotografie jeden möglichen Aufwand, um den Blitz zu verstecken. Jahre lang habe ich es auch selber gehasst, wenn der Blitz von irgendeiner glänzenden Oberfläche zurückgeworfen wurde oder auf den Gesichtern von Leuten wahrzunehmen war. Eines Tages aber begann ich, damit zu experimentieren, Dinge zu fotografieren, die ich nicht mochte, wie Autos in bestimmten städtischen Umgebungen, die ohne die Autos möglicherweise besser ausgesehen hätten, oder Schaufensterkompositionen, mit dem Blitz durch die Scheibe.
Auch mochte ich unscharfe Fotos nicht und mag sie immer noch nicht, wenn ich sie lieber scharf gehabt hätte. Manche unscharfen Bilder funktionieren aber sehr gut im richtigen Kontext, und wenn sie dann auch noch mit Überbelichtung durch den Blitz kombiniert werden, kann der Effekt wahrlich „foto-poetisch“ sein.
Man kann damit die Person im Zentrum des Fotos aus ihrer Umgebung herausholen, sie in den Vordergrund rücken, als ob sie ausgeschnitten und als Collage zurück ins Foto gesetzt worden wäre. Manchmal kann man sie wichtiger machen, oder aber man kann ihr eine gespenstische Blässe verpassen, fast zu hell zum anschauen.
Ich kenne Michael jetzt seit etwa achtundzwanzig Jahren. Er war damals einfach ein junger Teenager. Ich war nicht viel älter und verliebte mich sofort in ihn. Wir hatten nie eine ernsthafte Beziehung, zumindest nicht die Art, die ich mir gewünscht hätte, aber wir haben eine ewige Freundschaft und ich sehe ihn gelegentlich, wenn er New York besucht.
Ein weiterer Effekt der Fotografie ist der Zeitsprung, wenn ein Fotograf den Inhalt eines Bildes, das er vor langer Zeit gemacht hat, beschreibt. Wenn ich ein Foto von Michael zeigen würde, als er siebzehn war und gleichzeitig erzählen würde, dass ich in ihn verliebt war, würden wohl viele den Siebzehnjährigen mit meinem heutigen Ich im Alter von achtundvierzig Jahren verbinden und möglicherweise denken, ich sei ein verdorbener alter Mann.
Das gleiche gilt bei Eltern, die nicht mehr leben. Was für ein Bild macht man sich von seinem Vater, wenn er nicht mehr da ist? Ist es das Bild von einem Lieblingsfoto? Oder das letzte Bild, das wir von ihm haben, als er noch lebte, oder gar eins von ihm in einem Sarg bei seiner Beerdigung?
Viele Leute haben Michael mit Robert Redford verglichen, und in letzter Zeit mit Brad Pitt, besonders auf diesem Foto. Aber er ist schöner als beide, denn ich kenne ihn und weiß, wie wundervoll er ist.
San Diego, California – 02.94
