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In my early 20’s I used to travel quite a bit around Europe with a backpack and a rail pass. I often took night trains so I could sleep on the train and save money. Not in a couchette but in the regular compartments that can hold six people. It often worked out pretty well, except for one time in Italy, where a young family came in, father, mother, and a little devil. I think it was a boy, but really more of a devil. This child tore the place apart, he screamed and kicked for hours, would open and slam the door. He touched everything, and destroyed whatever was in his path. I was horrified.

I was later told by a friend that Italians generally allow their children to do whatever they please. Of course, that’s a generalization, and I am certain there are many an Italian child that has had his or her share of the belt. However, this modern concept of raising children with a lot of freedom and latitude was alien to me, since I come from a strict middle eastern upbringing, and myself had the taste of the belt.

I have seen many of my friends have children and have often been fascinated by the various philosophies and methods of cultivating a child into a fully functioning social creature. Louise was one child that had an incredible energy. Whenever she came into the room, I would either hide or run. She was loud, she was demanding, she let it be known that she was there, and that she better have everyone’s attention. A real little terror.

I took this photo of her at the wedding reception of her aunt, who is one of my dearest friends, and who has since had three children of her own. You can see the intensity in her face and in her hands. A bundle of energy about to explode. It has been almost ten years since that lovely afternoon in the South of France, and Louise has grown into a beautiful young woman, calm and very collected, and caring over her two younger siblings.

I guess there are no guarantees that a free, or less restrictive parenting style can produce gracious and graceful human beings, or that the belt can produce its own cycle of violence. I guess that each individual may have his own personality imprinted from birth.

I recently read in an English newspaper that Prime Minister Tony Blair has admitted to having spanked his three oldest children.

Céline and Jörg’s wedding, in Cap Ferret, France – August 1996

(written January 2006)

mondolucien flickr


Deutsch

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Als ich Anfang 20 war, reiste ich ziemlich viel in Europa herum mit einem Rucksack und einem Interrail-Ticket. Oft nahm ich Nachtzüge, um im Zug zu schlafen und Geld zu sparen. Nicht auf einer Liege, sondern in einem normalen Abteil für 6 Personen. Meistens funktionierte das recht gut, außer einmal in Italien, wo eine junge Familie in das Abteil kam: Vater, Mutter, Satansbraten. Ich nehme an, es war ein Junge, aber wirklich eher ein Teufel. Dieses Kind nahm das Abteil auseinander, schrie und trat stundenlang um sich, öffnete die Tür und knallte sie zu. Er fasste alles an und machte kaputt, was sich ihm in den Weg stellte. Ich war entsetzt.

Später erzählte mir ein Freund, dass Italiener ihren Kindern im Allgemeinen erlauben zu tun, was immer sie möchten. Natürlich ist das eine Verallgemeinerung und ich bin mir sicher, dass es viele italienische Kinder gibt, die den Gürtel kennen. Allerdings war mir dieses moderne Konzept, Kinder mit einem großen Maß an Freiheit zu erziehen, fremd, da ich im strengen Nahen Osten aufwuchs und weiß, wie sich ein Gürtel anfühlt.

Viele meiner Freunde haben Kinder und ich bin immer wieder fasziniert von den unterschiedlichen Philosophien und Methoden, wie man ein Kind zu einem sozial funktionierenden Wesen erziehen kann. Louise war ein Kind mit einer unglaublichen Energie. Jedes Mal, wenn sie in einen Raum kam, konnte ich mich entweder verstecken oder weglaufen. Sie war laut, sie war anstrengend, sie ließ jeden wissen, dass sie da war und dass man seine Aufmerksamkeit besser ihr widmen sollte. Ein wahrer kleiner Schrecken.

Ich machte dieses Foto von ihr beim Hochzeitsempfang ihrer Tante, die zu meinen liebsten Freunden gehört und die inzwischen drei eigene Kinder hat. Man kann die Intensität von Louise in ihrem Gesicht und ihren Händen sehen. Gebündelte Energie kurz vor der Explosion. Seit diesem herrlichen Nachmittag in Südfrankreich sind fast zehn Jahre vergangen und Louise hat sich zu einer schönen jungen Frau entwickelt, ruhig und gelassen und sehr fürsorglich gegenüber ihren jüngeren Geschwistern.

Ich denke, es gibt keine Garantie, dass ein freier oder antiautoritärer Erziehungsstil liebenswürdige, anmutige Menschen schafft oder dass Gürtelschläge einen Kreislauf von Gewalt hervorbringen. Ich halte es für möglich, dass die Persönlichkeit jedes Individuum von Geburt an geprägt ist.

Vor kurzem las ich in einer englischen Zeitung, dass Premierminister Tony Blair zugegeben hat, seinen drei ältesten Kindern Klapse gegeben zu haben.

Céline und Jörgs Hochzeit, in Cap Ferret, Frankreich – August 1996

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