73-0467-020618-01-26-FRA
Federico Fellini is one of my absolute favorite directors, and his films have had a great influence on my photography, and often on how I sometimes see the world. That’s the power of images.
Fellini had a recurring theme in many if not most of his films, of a lone figure or sometime a group of persons walking away from the camera. One of the most memorable is a scene in “Città Delle Donne”, where a bunch of young boys are peeking trough a hole in the wall at a stunning beauty in a bathing suit sauntering towards the water in slow motion. It’s a spine-chilling visual moment.
When I started archiving my own photographs in a digital database, I discovered several images of a lone person walking away from the camera, and decided to pursue the theme as a project. The images are most often situations where I happen to be walking behind someone and I take the picture, rather than setting up the scene. I have on occasion been with friends, where I have asked them to walk ahead of me, because I felt the place we were in would be appropriate for the shot.
As I sought a title for this series, I thought long and hard, and came up with “Afterlife”. I am not overly religious and don’t really believe that there is a heaven or hell, but I do have an idea that the afterlife (if there is any) could be as varied as life itself, with each person deciding where she or he would go, based on his or her own evaluation and/or judgement of their own life. Of course, this can also include one’s own vision of heaven or hell.
I also imagine that one’s choice of an afterlife could very well reflect one’s own reality here in this life. In these photographs, I do not wish to impose the actual setting on the eternity of the lone subject, although I am pretty sure that Fred wouldn’t object very much if he were to live forever in this beautiful field of poppies in the South of France, where he goes to paint watercolors as a respite from his everyday life.
La Roque Gageac, Domme, France – 18.06.2002
(written January 2006)
Deutsch
73-0467-020618-01-26-FRA
Federico Fellini ist einer meiner absoluten Lieblingsregisseure und seine Filme hatten einen großen Einfluss auf meine Fotografie und auch oft darauf, wie ich Teile der Welt sehe. Das ist die Macht der Bilder.
Fellini hat ein wiederkehrendes Thema in vielen, wenn nicht sogar den meisten seiner Filme, eine einsame Figur, die von der Kamera weggeht, manchmal eine Gruppe von Leuten. Eins der unvergesslichsten Beispiele ist eine Szene in „Città Delle Donne“, wo ein Haufen Jungen eine bezaubernde Schönheit in einem Badeanzug durch ein Loch in einer Wand beobachtet, wie sie in Zeitlupe zum Wasser schlendert. Es ist ein visueller Moment, der einem einen Schauer über den Rücken laufen lässt.
Als ich anfing, meine eigenen Fotos in einer digitalen Datenbank zu archivieren, entdeckte ich diverse Bilder von einer einsamen Person, die von der Kamera weggeht, und ich beschloss, dieses Motiv als Projekt zu verfolgen. Meistens sind diese Bilder in Situationen entstanden, wo ich zufällig hinter jemandem herging und das Bild machte, anstatt die Szene zu stellen. Manchmal habe ich aber Freunde gebeten, vor mir herzugehen, weil ich fand, dass der Ort, an dem wir waren, richtig für das Bild war.
Als ich nach einem Titel für diese Serie suchte, dachte ich an alles Mögliche, doch dann fiel mir „Afterlife“ ein. Ich bin nicht sonderlich religiös und glaube nicht wirklich, dass es Himmel oder Hölle gibt, aber ich habe schon die Vorstellung, dass das Nachleben (falls es so etwas gibt) so unterschiedlich sein kann wie das Leben selbst und dass jede Person entscheiden kann, wo er oder sie hingehen möchte, je nachdem wie er oder sie sein oder ihr Leben bewertet. Das kann natürlich auch die jeweils eigene Vision von Himmel und Hölle beinhalten.
Ich nehme auch an, dass die Wahl eines Nachlebens die eigene Wirklichkeit in diesem Leben reflektiert. In diesen Bildern will ich den einsamen Personen nicht die tatsächliche Umgebung für die Ewigkeit aufdrücken, auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass sich Fred nicht sehr dagegen wehren würde, wenn er für immer in diesem malerischen Mohnfeld in Südfrankreich leben müsste, wo er hingeht, um mit Wasserfarbenmalerei sein alltägliches Leben zu unterbrechen.
La Roque Gageac, Domme, France – 18.06.2002
