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It was about three months prior to this extraordinary moment of communion that I was spending a lot of time at another high place, one that no longer exists. For four and a half years, I had been the Wednesday night resident DJ at Windows on the World, on top of the World Trade Center.

On that fateful blue September morning, I woke up to the sound of an airplane violently penetrating the North Tower, and an eternity of moments later, seeing that same tower follow its sister into the ground. My boyfriend Ali stood behind me on the corner of Church and Walker Streets holding me tight, among hundreds of incredulous people, some crying, some running covered in white dust, others simply standing there in stupor. Ali was sobbing, and all I could think was that we needed soap. I guess my self defence mechanisms kicked in rather than allow myself to be caught in the outrageous emotions of the moment. Somewhere along the way I must have programmed myself not to crumble in the face of crisis. Soap was an easy way out.

I don’t even remember the transaction of buying the soap, if I had exchanged words with the drugstore owner. Did I even buy the soap? Was the store even open at this point? Did everything shut down automatically? I am certain I did not exhibit any emotional distress as a result of the tragedy. I did of course have some concern of having lost a very good and a very fun job, but I sealed my fate with that of the rest of the world, and I went on, thankful that I had been spared, but not without sympathy, and apprehension of what might come.

A New Year was approaching and I found myself on my way to Switzerland to spend a month in Birli, a picturesque small village of six houses and seven cows. I arrived two days before New Year’s Eve so I could be well rested for the upcoming festivities. The house where I stayed was occupied by none other than the art group Gelatin, hosting a horde of friends for several days of wild partying. It wasn’t until then that I realized how shattered my nerves were from the events of September 11 and its aftermath. The constant loudness and wild abandon of the revellers caused me to have a near breakdown.

But once again I hung on, and salvation was in sight. A group of five or six of us drove to the top of the magnificent Säntis, the 2500 meter high alp with a spectacular 360 degree panorama which glimpsed on six different countries. Windows on the World, indeed.

Säntis, Switzerland – 03 January, 2002

(written February 2006)

mondolucien flickr


Deutsch

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Ungefähr drei Monate vor diesem außergewöhnlichen Moment der Einheit verbrachte ich noch eine Menge Zeit an einem anderen hochgelegenen Ort, den es nicht mehr gibt. Viereinhalb Jahre lang war ich mittwochs nachts der hauseigene DJ bei Windows on the World (Fenster zur Welt), ganz oben im World Trade Center.

An dem verhängnisvollen blauen Septembermorgen wurde ich von dem Geräusch eines Flugzeugs geweckt, das brutal in den Nordturm eindrang, und einige Momente später sah ich, wie dieser Turm seinem Gefährten zu Boden folgte. Mein damaliger Freund Ali stand hinter mir an der Ecke Church und Walker Street und hielt mich fest inmitten hunderter fassungsloser Leute, von denen manche weinten, manche staubbedeckt umherliefen und andere einfach benommen herumstanden. Ali schluchzte, und das einzige, woran ich denken konnte, war, dass wir Seife brauchten. Ich nehme an, dass meine Selbstschutzmechanismen einsetzten, um zu verhindern, dass ich mich in den ungeheuerlichen Emotionen dieses Moments verfing. Ich muss mich irgendwann einmal so programmiert haben, dass ich in Krisensituationen nicht zusammenbreche. Seife war ein einfacher Ausweg.

Ich erinnere mich nicht mal mehr an den Ablauf des Seifenkaufs; ob ich mit dem Ladenbesitzer ein paar Worte wechselte. Kuf ich die Seife überhaupt? War der Laden zu dem Zeitpunkt überhaupt auf? War alles automatisch geschlossen? Ich bin mir sicher, dass ich keine Zeichen von Kummer zeigte als Reaktion auf die Tragödie. Natürlich bereitete es mir ein wenig Sorge, einen guten Job verloren zu haben, der auch Spaß gemacht hatte, aber ich besiegelte mein Schicksal mit dem der restlichen Welt und ich lebte weiter, dankbar, dass ich verschont geblieben war, aber nicht ohne Mitgefühl und Besorgnis, was noch geschehen würde.

Neujahr näherte sich und ich befand mich auf dem Weg in die Schweiz, um einen Monat in Birli zu verbringen, einem malerischen kleinen Dorf mit sechs Häusern und sieben Kühen. Ich kam zwei Tage vor Silvester an, um mich vor den kommenden Festlichkeiten noch ein wenig ausruhen zu können. Das Haus, in dem ich für die Zeit wohnte, war von niemand anderem in Beschlag genommen worden als der Künstlergruppe Gelatin, die eine Horde von Freunden beherbergte, mit denen sie eine Tage lange Party feierte. Erst dann bemerkte ich, wie angeschlagen meine Nerven waren nach den Ereignissen des 11. September und ihren Folgen. Der konstante Lärmpegel und die wilde Ausgelassenheit der Feiernden brachte mich an den Rand eines Zusammenbruchs.

Aber wieder hielt ich durch und Rettung war absehbar. Ein paar von uns fuhren zur Spitze des eindrucksvollen Säntis, dem 2500 Meter hohen Berg in den Alpen mit einer spektakulären 360 Grad-Panoramaaussicht, die sechs verschiedene Länder umfasste. Wahrlich Fenster zur Welt.

Säntis, Schweiz – 03.01.2002

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