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As a young traveling photographer I used to take pictures of people I met or spent some time with and promised them I would send them a print. The journeys were sometimes months long, and when I finally did make it back home, I either had lost the addresses or couldn’t remember exactly which photos were for which addresses, or to be honest, I was at times just too lazy.
With the advent of digital photography and email, I decided to make up for my past guilt and send people an email of their new photos, which seemed a lot easier and a lot more immediate. However, this turned into a project, and I found myself taking and sending so many pictures that I was spending hours daily on this new project. The next evolution was to post the photos on a foto weblog, FOTOLOG, and simply send the link via email, and thus creating a community of people that could see pictures of not only themselves but also of others.
The next complication that arose was that there was a limit of six uploads per day on Fotolog, and I was often making more than 15 portraits daily, and I was getting far behind. I resolved that problem by starting to take portraits of two people together in the same frame. The simple portraits evolved into close ups whereby I would ask the two people to put their cheeks together. I further enhanced the dynamic of the new images by cropping them into squares.
To date I have accumulated some 4000 of these Cheek to Cheeks and hope to continue making them. When one sees these in quantities, they make a much different impact than when seen individually. They somehow resonate of the works of August Sander, who documented the german people of the 1920’s and 1930’s, and those of Bernd and Hilla Becher, who specialized in Typologies, but mainly in rural and industrial structures.
Even as single images, the individuality of each person is highly accentuated by its proximity to the face of another. The physiognomy of each stands out clearly, as does the complexion, the skin color, and the hair style.
Los Angeles, California – 21 March, 2004
(written February 2006)
Deutsch
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Als junger Fotograf auf Reisen machte ich oft Bilder von Leuten, die ich traf oder mit denen ich ein bisschen Zeit verbrachte, und versprach ihnen, ich würde ihnen einen Abzug schicken. Die Reisen dauerten manchmal Monate und wenn ich endlich wieder zu Hause war, hatte ich entweder die Adressen verloren oder konnte mich nicht mehr daran erinnern, genau welches Foto zu welcher Adresse gehörte, oder, um ehrlich zu sein, manchmal war ich einfach zu faul.
Mit dem Aufkommen von digitaler Fotografie und Email beschloss ich, die Schuld der Vergangenheit wieder gutzumachen, indem ich Leuten ihre neuen Fotos per Email schickte. Allerdings wurde daraus ein Projekt, das dazu führte, dass ich so viele Bilder machte und verschickte, dass ich täglich Stunden darauf verwendete. Die nächste Entwicklung war es, die Fotos in ein Foto-Weblog, FOTOLOG, zu stellen und den Link einfach per Email zu verschicken, und so eine Gemeinschaft von Leuten zu kreieren, die nicht nur ihre eigenen Bilder, sondern auch die anderer Leute sehen konnten.
Die nächste Hürde bestand darin, dass es bei Fotolog ein Uploadlimit von 6 pro Tag gab und ich oft mehr als 15 Portraits am Tag machte, so dass ich in immer größeren Rückstand geriet. Ich löste das Problem, indem ich begann, Portraits von zwei Leuten in einem Bild zu machen. Diese einfachen Portraits wurden zu Nahaufnahmen, bei denen ich die Leute bat, ihre Wangen aneinander zu halten. Ich steigerte die Dynamik der neuen Bilder, indem ich sie zu Quadraten zurechtschnitt.
Bis heute habe ich etwa 4000 dieser Cheek to Cheeks angesammelt und hoffe, noch viele weitere zu machen. Wenn man sie in ihrer Masse sieht, hinterlassen sie einen ganz anderen Eindruck als wenn man ein einziges sieht. Man findet darin Echos der Werke von August Sander, der in den 1920ern und 1930ern das deutsche Volk dokumentierte, und auch derer von Bernd und Hilla Becher, die sich auf Typologien spezialisierten, aber hauptsächlich in ländlichen und industriellen Strukturen.
Aber selbst wenn man nur ein Bild anschaut, wird die Individualität jeder Person durch die Nähe des anderen Gesichts sehr akzentuiert. Die Physiognomie beider Leute sticht klar heraus, genau wie der Teint, die Hautfarbe und die Frisur.
Los Angeles, California – 21.03.2004

