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I don’t know if some people are nocturnal by birth or by training. My second job was working at the Medical Records department in a hospital from 4 pm to midnight. Then I had a job for eight years where I mostly worked International night flights as a Flight Attendant, then I also worked as a nightclub DJ for several years. And now jobless, but with a lot of work to do, I find myself doing my best work late at night, and often as late as 4 or 5 in the morning.
I love the big city, but prefer to avoid the big crowds and the chaotic energy of the commuting population. So I stay at home when there are a lot of people about. Plus working nights gives me more privacy and the ability to concentrate more.
I also love cities and urban areas late at night, when I can wander around empty streets and get a much different impression of the landscape designed by and for people, but without the people themselves.
In darkness, most color is muted or gone. Traffic lights blink on and off for several cycles and no pedestrians or cars go by. I remember a trip to Mainz, Germany a long time ago, where I was surprised by people waiting for the green light late at night, despite the obvious fact that no cars were coming. Conversely, in New York, pedestrians try to rush and cross even when cars are fast approaching.
I am not sure whether it was “Tokyo Ga” by Wim Wenders, or “Sans Soleil” by Chris Marker, where the filmmaker talks about Tokyo pedestrians not crossing late at night, even when no cars were coming, because they were respecting the spirits of dead cars that may be driving in front of them, invisible.
Other spirits lurk and flourish at night. Nocturnal ones. So we might be kindred spirits.
Dortmund, Germany – 01 November, 2004
(written February 2006)
Deutsch
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Ich weiß nicht, ob manche Leute von Geburt an Nachtmenschen sind oder durch Training. Mein zweiter Job war in der Krankenblattabteilung eines Krankenhauses von 16 Uhr bis Mitternacht. Dann hatte ich acht Jahre lang einen Job als Flugbegleiter hauptsächlich auf internationalen Nachtflügen, dann arbeitete ich auch einige Jahre lang als Nachtclub-DJ. Und heute, ohne Job, aber mit viel Arbeit, stellt sich immer wieder heraus, dass ich am besten spätnachts arbeite, oft noch um 4 oder 5 Uhr morgens.
Ich liebe die Großstadt, aber ziehe es vor, große Menschenmassen und die chaotische Energie der pendelnden Bevölkerung zu vermeiden. Also bleibe ich zu Hause, wenn viele Leute unterwegs sind. Außerdem geben mir Nachtschichten eine größere Privatsphäre und die Möglichkeit, mich besser zu konzentrieren.
Ich liebe auch städtische Umgebungen spät in der Nacht, wenn ich durch leere Straßen schlendern und einen ganz anderen Eindruck dieser Landschaft, die von Leuten für Leute entworfen wurde, bekommen kann, ohne die Leute selber.
In der Dunkelheit sind die Farben zum größten Teil gedämpft oder ganz weg. Ampeln wechseln beständig ihre Farben, ohne dass Fußgänger oder Autos vorbeikommen. Ich erinnere mich an einen Trip nach Mainz vor langer Zeit, wo ich überrascht war, dass Leute spätnachts auf grün warteten, obwohl es klar war, dass keine Autos kamen. Im Gegensatz dazu versuchen die Fußgänger in New York, noch schnell über die Straße zu huschen, selbst wenn sich die Autos mit rasender Geschwindigkeit nähern.
Ich bin mir nicht sicher, ob es „Tokyo Ga“ von Wim Wenders war oder „Sans Soleil“ von Chris Marker, wo der Filmemacher darüber spricht, dass Fußgänger in Tokio die Straßen spät in der Nacht nicht überqueren, selbst wenn keine Autos kommen, weil sie die Geister toter Autos respektieren, die unsichtbar vor ihnen her fahren könnten.
Andere Geister lauern des Nachts und blühen auf. Nächtliche Geister. Wir könnten also verwandte Seelen sein.
Dortmund, NRW – 01.11.2004

